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Herbstzecken - Vorsicht beim Waldspaziergang und Pilze sammeln

Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) startet Aktionswoche "Herbstzecken bleiben gefährlich"

Der zweite Höhepunkt in der Zeckensaison steht bevor. Er beginnt in der Regel je nach Wetterlage Ende September, Anfang Oktober und dauert bis November. Aus diesem Grund, so sagt Dr. Hans-Joachim Götz, Präsident des Bundesverbands Praktizierender Tierärzte, startet der bpt in den Tierarztpraxen die Aktionswoche "Herbstzecken bleiben gefährlich".

Diese dient zur Aufklärung des Hundehalters, z.B. wie er die Übertragung der gefährlichen Krankheiten durch Zecken auf Hunde verhindern kann. Das gilt insbesondere bei Spaziergängen mit Hunden durch Wiesen, Felder und Wälder. Diese sind nicht ohne Gefahr für Mensch und Hund, und zwar dann, wenn sie von Zecken befallen und gestochen werden.

Gefährliche Krankheiten, wie die Borreliose oder die Babesiose können die Folge sein. Hierauf weist Dr. Götz ausdrücklich hin. Er empfiehlt deshalb, insbesondere Hunde vor gefährlichen Infektionen, wie der Babesiose, auch Hundemalaria genannt, präventiv durch geeignete Medikamente wirkungsvoll zu schützen.

Waldspaziergänger, Pilzsammler und Hunde besonders gefährdet

Die gefährlichen Vampire lauern bereits an den Wegrändern auf ihr Blutopfer, auf Sträuchern und Grashalmen. Unbemerkt nutzen sie den Moment des Vorbeistreifens, der kurzen Berührung des Halms und schon krallen sie sich an ihre Opfer fest.

Wenig später beginnen sie mit ihrer Blutmahlzeit und übertragen dabei häufig die gefährlichen Erreger der Borreliose, der Hundemalaria, der Anaplasmose und der Ehrlichiose sowie FSME-Viren.

Während der Mensch nicht an der Hundemalaria erkrankt, kann er sich gegen die Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) - sie verursacht zum Teil schwere Hirnhautentzündungen - durch eine Impfung schützen. Bei Hunden sind die Besitzer trotz Tierliebe leichtsinniger.

So wird nur etwa jeder 5. Hund, wie Dr. Götz betont, vor den Zecken und damit vor den gefährlichen Erregern geschützt. Diese Erreger bewirken schwere Infektionskrankheiten. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 3000 bis 4000 Hunde an der Hundemalaria. Sie ist eine sehr schwere Infektionskrankheit, die unbehandelt in der Regel tödlich endet.

Absammeln der Zecken - kein sicherer Schutz

Dr. Götz weist ausdrücklich darauf hin, dass das Absammeln der Zecken nach jedem Spaziergang keine sichere Methode ist, um die Übertragung der gefährlichen Erreger zu verhindern.

Die jungen Zecken, so sagt er, seien viel zu klein, um im Fell eines Hundes rechtzeitig vor der Erregerübertragung erkannt zu werden. Erst Tage nach dem Beginn der Blutmahlzeit, wenn die Zecken mit Blut voll gesaugt sind und den Hund bereits infiziert haben, würde sie der Hundehalter erkennen und entfernen.

Schutz durch Prävention

In der Aktionswoche kann sich der Hundehalter beim Tierarzt darüber informieren, wie er sein Tier wirkungsvoll gegen Zecken und damit vor den gefährlichen Infektionskrankheiten schützen kann. Hierzu dienen insbesondere Medikamente mit zweifacher Wirkung, die sowohl die Zecken vom Hund abschrecken als auch abtöten.

Diese Medikamente werden von allen tiermedizinischen Fachgesellschaften empfohlen und in der Regel als Spot on-Präparate an einem oder mehreren Punkten auf die Haut des Hundes geträufelt. Sie verteilen sich innerhalb weniger Stunden über den ganzen Hund und dringen dabei in seine obere Hautschicht ein.

Nach vier Wochen muss der Schutz erneuert werden, da durch Hautschuppung die Wirkung in dieser Zeit leicht abnimmt. Der Tierarzt, so Dr. Götz, würde gerne den Hundehalter in der Aktionswoche "Herbstzecken" beraten, welche Antizeckenmittel für Hunde optimal ist.

www.tieraerzteverband.de

 

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